Agile Development

Agile development bei Palmer Hargreaves. Über ein Agile Board werden in Zukunft die Jobs unterteilt in den verschiedenen Status: Backlog, Tasks, In Progress, Waiting for Approval und Done. Sobald ein Job(paket) eintrifft, kommt es ins Backlog. Diese sind unterteilt in Active und Non-Active. Sobald ein Job(paket) aktiv ist, werden daraus einzelnen Job Aufgaben, die Tasks definiert. Diese werden per Kennzeichnung (Sticker) geflaggt, welche Mitarbeiter sich um diese Tasks kümmern. Sobald dieser Mitarbeiter den Tasks umsetzt wird der Status auf “In Progress” gesetzt. Ist dieser Task fertig umgesetzt, wandert es zum Status “Waiting for Approval” und muss hier intern oder vom Kunden abgenommen werden. Sobald der Task abgenommen wurde, wandert dieser zum letzten Status: Done. Hierüber wird sehr gut veranschaulicht, welche und wie viele Arbeitspakete vorhanden sind, wer welchen Task übernimmt und wie der aktuelle Status ist. Über einen täglichen Stand Up werden morgens die anderen Mitarbeiter über den aktuellen Stand und Status abgeholt und die Tasks für den aktuellen Arbeitstag definiert. Zusätzlich soll geklärt werden, ob die Tasks deutlich definiert sind und ob es womöglich noch blocker gibt oder andere Hindernisse existieren die zu Problemen bei der Umsetzung führen könnten.

Zudem soll es in Zukunft mehr Fokus auf Design Thinking, sowie Lean UX geben:

Design Thinking

entwickelter Prozess zur Förderung kreativer Ideen. Ähnlich dem User Centered Design (UCD) fokussiert sich die Design Thinking Methode darauf, Innovationen hervorzubringen, die sich am Nutzer orientieren und dessen Bedürfnisse befriedigen. Design Thinking arbeitet explizit nutzerorientiert. 4 wesentliche Komponenten:

1. Iterativer Prozess:
Verstehen: im ersten Schritt geht es um das Verständnis des Problems, was in der Wahl einer geeigneten Fragestellung mündet, welche die Bedürfnisse und Herausforderungen des Projekts definiert.
Beobachten: es folgt eine intensive Recherche und Feldbeobachtung, um wichtige Einsichten und Erkenntnisse zu gewinnen und die Rahmenbedingungen des Status Quo zu definieren.
Point-of-View: die gemachten Beobachtungen werden dann auf einen einzelnen, prototypischen Nutzer heruntergebrochen, dessen Bedürfnisse in einer klar definierten Brainstorming-Frage kondensiert werden.
Ideenfindung: dieser Schritt ist eines der Kernelemente des Design Thinkings und besteht vor allem aus dem Brainstorming, welches der Entwicklung und Visualisierung unterschiedlicher Konzepte dient.
Prototyping: zum Testen und Veranschaulichen der Ideen werden erste, aufwandsarme Prototypen entwickelt und an der Zielgruppe getestet.
Verfeinerung: auf Basis der durch Prototypen gewonnenen Einsichten wird das Konzept weiter verbessert und solange verfeinert, bis ein optimales, nutzerorientiertes Produkt entstanden ist. Dieser Iterationsschritt kann sich auf alle bisherigen Schritte beziehen.

2. Eigene Werte:

  • Arbeite visuell (be visual)
  • Nur einer spricht (one conversation at a time)
  • Fördere verrückte Ideen (encourage wild ideas)
  • Stelle Kritik zurück (defer judgement)
  • Quantität ist wichtig (go for quantity)
  • Bleib beim Thema (stay on topic)
  • Baue auf den Ideen anderer auf (build on the ideas of others)

3. Interdisziplinäre Teams
Dies können berufliche sein, aber auch kulturelle, nationale oder einfach nur Alters- und Geschlechtsunterschiede. Entscheidend ist der vielschichtige Blick auf eine Thematik.

4. Mobile Raumkonzepte
Raum nimmt eine große Rolle beim Design-Thinking ein. Arbeiten im Stehen, Schreiben auf Whiteboards und mobile Raumkonzepte gehören aber zum Design Thinking.

Lean UX:

– Interdisziplinäre Teams

– Ergebnisse und dessen Ziele (Story Points = Tracking mehr Anmeldungen, weniger Abbrüche, Benutzeraktivität), A/B Tests. Konkret welche Features und Maßnahmen das Ziel erreichen

– Verschwendung minimieren Tätigkeiten, die nicht zum Erfolg des Produktes beitragen zu minimieren. Verzicht auf umfangreiche Dokumentationen, lange Meetings. Eher einfache Wireframes, kurze Gespräche um alle auf den Stand zu bringen.

– Kleine Arbeitspakete Zunächst ein MVP (Minimal Viable Product) entwickeln. Erlaubt es iterativ vorzugehen und jederzeit zu überprüfen, ob die entwickelten Funktionen auf die beabsichtigten Ergebnisse erzielen. Unnötige Features werden so vermieden und Probleme frühzeitig erkannt.

– Ständiges lernen Aus Erfolg und Misserfolg lernen und zu verbessern. Am Anfnag steht die Ideenfindung (Think). Produktversion oder Prototyp Erstellung (Make)und die Hypothese damit getestet (Check). Die Erkenntnisse fließen in die nächste Iteration mit ein. So kann ein kontinuierlicher Lern- und Verbesserungsprozess einsetzen.

– Machen statt analysieren Machen ist im Lean UX wichtiger als das Analysieren. Eine Hypothese aufstellen und einen Weg finden, wie man sie schnell und unkompliziert überprüft = Prototyp erstellen und mit echten Nutzer testen. Danach hat man neue Erkenntnisse und Wissenstand. Schnell neue Versionen umsetzen und Feedback sammeln, anstatt alles von Anfang perfekt zu planen.

– Lernen vor Wachstum Häufig ist bei Produkten gar nicht klar, was genau Kunden brauchen und wofür sie bereit sind zu zahlen. In dieser Phase werden einzelne Funktionen häufig geändert. In engem Kontakt mit den Nutzern gilt es Hypothesen aufzustellen und zu überprüfen. Erst wenn man gefunden hat, wonach der Markt verlangt, lohnt sich in die Skalierung zu
investieren.

– Misserfolge sind erlaubt Scheitern ist Teil des Lean UX Prinzips. Je früher man feststellt, dass ein Weg der falsche ist umso weniger Verschwendung fällt dafür an. Lehren für die Zukunft daraus ziehen.

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